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Sechs mal begeistertes Publikum
Im Juni spielten wir im evangelischen Gemeindehaus die Komödie "Für die Familie kann man nichts!" von Hans Schimmel
26. Juni 2017
Da hat die Theatergesellschaft Lohengrin mit ihrer diesjährigen Frühjahrsproduktion einen Volltreffer gelandet. Mit Hans Schimmels „Für die Familie kann man nichts“ hatte man einen eher nicht so bekannten Autor ausgewählt. Die von Regisseur Armin Giebermann kurzweilig und temporeich inszenierte Komödie hielt die Zuschauer jedoch in Atem.

Die Geschwister Beierle, der vernünftige Friedhelm (Marco Bastkowski), die esoterische Hermine (Kathrin Fröhlich), der halbseidene Willi (Jochen Lahm) und der kreative Erfinder Hubbi (Michael Velden) leben in chaotischen und beengten Verhältnissen zusammen.

Friedhelms neue Flamme Doris (Svenja Lang) will ihn zum ersten Mal besuchen und legt Wert auf „solide Familienverhältnisse“. Eigentlich sollten sich für den Nachmittag dieses Besuches alle anderen Geschwister verziehen, aber es kommt natürlich ganz anders: Hermine plant eine Seance um ihrer Freundin Gundula (Steffi Giebermann) ihr zukünftiges Liebesglück voraus zu sagen, Hubbi arbeitet an seinen immer kurioseren Erfindungen, Willi hat mit seinem Nebenjob als Leichenwagenfahrer eine Panne und muss den (vermeintlich toten) Fahrgast (Armin Giebermann) in der Wohnung zwischenparken, weil die Werkstatt den Reparatur-Auftrag sonst nicht annimmt. Nebenbei kreuzen noch die aufdringliche Nachbarin Gertrud (Inge Woitas), Friedhelms gute Freundin Traudel (Patty Harsch) und Freund Gerd von Verfassungsschutz (Reimund Weckerle) auf und sorgen für Verwirrung.

Die eigentlich nur auf dem Sofa „geparkte“ Leiche mischt sich als „Albert“ unabsichtlich in alle möglichen Spielsituationen ein, wird von den Teilnehmern der Seance als Erfolg ihrer Beschwörungen („Schick mir einen Mann…“) angesehen, stakst letztlich mit Hilfe eines „Funkhelms“ von Hubbi ferngesteuert über die Bühne und macht sich schließlich quicklebendig davon. Bei den vielen urkomischen Szenen kam das Publikum aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Letztlich erfährt man, dass es sich um einen gesuchten Geheimagenten handelt, der auf diesem Wege versucht hatte, unerkannt außer Landes zu kommen. Am Ende fügt sich alles, Paare finden zueinander, die schmutzige Hermine wäscht sich und die Geschichte findet ein gutes Ende.

Die Spielfreude des Ensembles sorgte für beste Unterhaltung, die Souffleuse Susanne Stübinger hatte den „besten Platz“ im Saal in der allerersten Reihe und insgesamt wenig zu tun. Wie immer in den letzten Jahren, sammelten die Lohengriner wieder für die Aktion „Schulpaten helfen“.

Am Sonntag nach der letzten Aufführung wurde aus dem kleinen Theater dann wieder der Gemeindesaal. Ein großer Dank geht an die ev. Kirchengemeinde, die immer wieder tolerant und großzügig die vielen großen und kleinen Einschränkungen im Gemeindebetrieb zu Gunsten der Aufführungen akzeptiert.

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