Die Lohengriner  
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Mysteriöse Morde und Jazzklänge
Im Oktober spielten wir „Das Gasthaus an der Themse“ – Ein Kriminalstück nach dem Roman von Edgar Wallace
15. Dezember 2025
Sechs Mal hieß es in der Mehrzweckhalle: „Vorhang auf!“ – und jedes Mal wurde das Publikum in das neblige London der 60er Jahre entführt. Die Lohengriner verwandelten die meist ausverkaufte Halle in eine düstere Kulisse voller Geheimnisse, Spannung und britischem Flair. Regisseurin Susanne Winter inszenierte Edgar Wallace’ Krimiklassiker „Das Gasthaus an der Themse“ mit viel Gespür für Atmosphäre und Tempo – ein Stück, das vielen noch als schwarz-weißer Fernsehfilm in Erinnerung ist.

Schon der erste Mord am Hafen lässt das Publikum aufhorchen: Der berüchtigte Harpunenmörder, genannt „der Hai“, schlägt wieder zu. Inspektor Harry Wade, brillant gespielt von Tim Alber, nimmt die Ermittlungen auf – und gerät dabei in ein Netz aus Verdächtigen, Intrigen und falschen Fährten.

Die Szenen wechseln zwischen der zwielichtigen Kneipe „Mekka“, einem Hafen, einem schicken Restaurant und dem Büro des Amtsarztes. Die Umbaupausen? Alles andere als langweilig! Mit lässiger Gestik und stilechtem 60er-Jahre-Swing sorgen die verkleideten Bühnenhelfer für Unterhaltung – und räumen auch die Mordopfer aus dem Weg bzw. von der Bühne.

Im „Mekka“ treffen sich die Verdächtigen: Die wortkarge Wirtin Nelly Oaks (Patrizia Harsch) und ihr geheimnisvoller Koch William Golly (Jochen Lahm) führen die Spelunke, in der sich allerlei skurrile Gestalten tummeln. Da ist der unheimliche Ivan Romanov (Florian Schiesser), der teilweise an Klaus Kinski erinnert, der poetische Langstreckenschwimmer Woodrow Wilson (Chris Köhlinger), der live zur Gitarre greift und singt. Der Kleinganove Nathan Lane (Christian Giebermann), taucht auf, der offenbar Kontakt zum „Hai“ hat – oder ist er es gar selbst?

Auch die junge Lila Watson (Pauline Rhinow), Nichte der Wirtin, scheint nicht so unschuldig, wie sie tut. Sie wird vom deutlich älteren Kapitän Brown (Jürgen Gebhardt) umworben – doch was führt dieser im Schilde? Inspektor Wade sucht Rat bei Amtsarzt Doctor Smith (Armin Giebermann), für ihn eine Art geduldiger Mentor. Doch als weitere Morde geschehen – unter anderem an einem Wachmann (Jakob Giebermann) und an Anna Fuller (Tanja Monnerjahn), die dem „Hai“ gefährlich nahekommt – spitzt sich die Lage zu. Joana Schorstädt als Souffleuse hatte den besten Platz an der Bühne und konnte sich weitgehend entspannt zurücklehnen und das Geschehen verfolgen.

Der Showdown am Ende ist filmreif: Schlägereien, klickende Handschellen und die Enthüllung eines perfiden Plans. Der Mörder? Niemand anderes als Doctor Smith selbst!

Doch nicht nur auf der Bühne wurde Großes geleistet. Schon im Foyer wurden die Gäste mit rotem Teppich empfangen. Eine eigens eingerichtete Bar mit Theke sorgte für stilvolle Bewirtung. Das Lohengrin-Catering-Team unter Leitung von Silvia Lenzen, Tatjana Schick, Steffi Giebermann und Steffi Feuerstein servierte hessische und rheinland-pfälzische Weine sowie beliebte Speisen im Glas – ein rundum gelungenes Theatererlebnis.

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